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Günther-Martin Pauli entdeckt, was bei der THW-Jugend geht PDF Drucken E-Mail

Von Konrad Flegr

Hechingen, 4. Dezember 2008.  Politik und Jugendarbeit begegneten sich vergangene Woche bei einem erlebnisreichen Abend. Landrat und Landtagsabgeordneter Günther-Martin Pauli besuchte die THW-Jugend Hechingen. Heute gibt es ein Wiedersehen im Stuttgarter Landtag.

„Hurra, er kommt!“ Jubelnd reißen elf blau uniformierte und gelb behelmte Steppkes die Arme hoch und tanzen in jugendlicher Ausgelassenheit hinter der breiten Fensterfront. Er, der kommt, und entdecken will, was bei ihnen so geht, ist der Landtagsabgeordnete Günther-Martin Pauli. Dass er zugleich Landrat ist, gibt dem Treffen eine besondere Note.
Eigentlich sollte es schon früher stattfinden. Doch dann kam beiden Seiten das gleiche unerwartete Ausnahmeereignis dazwischen. Das Hochwasser im Juni forderte sowohl den Landrat als auch die Helfer des THW. Krisenmanagement war angesagt. Gesellige Begegnungen mussten erstmal warten.

Doch nun war es soweit. Im Rahmen der Aktion „entdecke was geht – Politik trifft Jugendarbeit“ des baden-württembergischen Landesjugendrings stattete Günther-Martin Pauli in seiner Funktion als Landtagsabgeordneter der Hechinger THW-Jugend seinen Besuch ab.  Pauli zählt dabei landesweit zu den fleißigeren Politikern. Viermal nahm er sich Zeit, um sich bei den Jugendverbänden des Kreisjugendrings hautnah demonstrieren zu lassen, wie Jugendarbeit funktioniert und was sie leistet.

Der Besuch in der Hechinger THW-Unterkunft war dabei für beide Seiten spaßig, unterhaltsam und lehrreich zugleich. Der unerschrockene THW-Nachwuchs lernte einen hochrangigen Politiker kennen, der überhaupt keine Starallüren hatte, sich gerne auf das unverkünstelte Gespräch einließ, einfach „ganz normal“ zum Anfassen  war und sympathisch rüber kam.

Pauli dagegen war sichtlich beeindruckt, mit wie viel Eifer und Motivation sich schon sehr junge Menschen für den technischen Dienst begeistern lassen, der in späteren Jahren ihren Mitbürgern Eigentum, Gesundheit und Leben retten kann.
„Spielend lernen“ heißt die oberste Devise in der Jugendarbeit des THW. Diese pädagogisch anspruchsvolle Aufgabe wird von der Hechinger Ortsgruppe schon im Alter ab 10 Jahren konsequent angegangen. Dass ihr Konzept stimmt, zeigt sich daran, dass sich momentan 22 Kinder aus dem gesamten Altkreis Hechingen für die Ausbildung begeistern lassen.

Wie das „in echt“ aussieht, erlebte Pauli bei einer Schauübung. Elf der Schützlinge des begabten und merklich beliebten Jugendgruppenleiters Manuel Schädler  bargen eine verletzte und verschüttete Person aus der Montagegrube in der LKW-Halle. Jeder Handgriff saß und der Stolz auf die vollbrachte Team-Leistung ließ die Brüste unter den kleinen Uniformen augenfällig schwellen.

Technischer Unterricht ist aber nicht alles beim THW. Hinzu kommt die ganze Palette der Jugendarbeit, also auch Ausflüge, Zeltlager, internationale Jugendbegegnungen und vieles mehr, wie Ortsbeauftragter Ronny Stocker und sein Stellvertreter Dennis Raible beim Gang durch die Unterkunft und einer abschließenden Powerpoint-Präsentation veranschaulichten.

Heute folgt der Gegenbesuch. Nun ist das THW Gast bei der Politik. Im Stuttgarter Landtag treffen sich die Abgeordneten wieder mit der Jugendarbeit. Günther-Martin Pauli wird die „JuPoCa“ ausgehändigt bekommen. Die Jugendpolitiker-Card bescheinigt ihm, dass er sich bestens damit auskennt, was in der Jugendarbeit geht.

Letztes Update ( Mittwoch, 26 Mai 2010 )
 
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